Streaming gehört einfach zum Alltag. Ob Filme, Serien, Musik oder Podcasts – die beste Unterhaltung ist quasi immer nur einen Klick entfernt. Doch viel zu wenig denken wir dabei an die Umwelt und den Energieverbrauch. Diverse Studien, ob unabhängig oder von grossen Streaming-Anbietern wie Netflix in Auftrag gegeben, haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und versucht, den weltweiten Anteil an CO₂-Emissionen durch Streaming zu berechnen.
Je nach Art der Untersuchung wurden dabei Höhen von bis zu 300 Millionen Tonnen CO₂ errechnet, was in etwa dem jährlichen Emissionsausstoss Spaniens entspräche. Je nachdem, welche Faktoren mitbedacht werden – wie etwa lediglich der Verbrauch durch Server, Rechenzentren, Netzwerken und Endgeräten; oder auch die Gesamtproduktionskosten der Inhalte (Filmdrehs etc.) – weichen die Ergebnisse der einzelnen Studien zwar relativ stark voneinander ab. Fest steht dennoch: Video- und Audio-Streaming ist bei Milliarden von täglichen Nutzerinnen und Nutzern ein grosser Energiefresser.
Doch keine Sorge! Du musst nicht gleich alle deine Abos kündigen und auf deine Lieblingsunterhaltung verzichten. Schon mit ein paar einfachen Tipps, Tricks und Hacks kannst du dein Streaming-Verhalten nachhaltig verändern und mithelfen, ressourcenschonend und energieeffizient der Klimakrise entgegenzuwirken:
Offline statt online: Konsumiere, wenn möglich, deine Lieblingsinhalte offline, um den Energieverbrauch während des Streamings zu reduzieren. Viele Streaming-Plattformen bieten mittlerweile die Option, Inhalte für die Offline-Wiedergabe herunterzuladen. Das ist besonders nützlich, wenn du unterwegs bist oder in Bereichen mit schlechter Internetverbindung.
Gemeinsam statt einsam: Organisiere Streaming-Abende mit Freunden oder Familie, um den Energieverbrauch pro Person zu senken. Indem mehrere Personen denselben Inhalt gleichzeitig schauen oder hören, erhöht sich die Effizienz und dadurch sinkt der Energieverbrauch pro Person. Ausserdem macht es doch gemeinsam ohnehin viel mehr Spass!
Bewusst statt nebenbei: Musst du denn wirklich am Handy hängen, während nebenbei irgendeine Serie oder Podcast läuft? Durch bewussteren Konsum kannst du nicht nur Energie sparen, sondern auch deine Zeit besser nutzen. Überleg dir genau, was du sehen oder hören möchtest und schenk deinen Streams mehr Aufmerksamkeit. Auf pure Hintergrundberieselung kannst du bestimmt verzichten.
Analog statt digital: Netflix, Spotify & Co. sind zwar allgegenwärtig und ziemlich praktisch, keine Frage. Aber was ihnen – neben der Energieeffizienz – fehlt, ist der Style. Versuchs doch mal ganz oldschool mit Büchern oder Schallplatten, die deine Eltern vielleicht noch rumliegen haben!
