Eine der Produktionsstätten von Jungle Folk: Eine Strickkooperative in Peru. Foto: Jungle Folk

«Ich möchte den Menschen kein gutes Gewissen verkaufen»

«Ich möchte den Menschen kein gutes Gewissen verkaufen»

Les vêtements durables sont ceux que l’on n’achète pas

«Non voglio vendere coscienze pulite alle persone»

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Conscious, fair, slow: Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Fashion-Welt wirklich? Vielleicht, dass man nicht behauptet, perfekt zu sein. Das Zürcher Label Jungle Folk setzt auf soziales Engagement und radikale Transparenz.

Als Pauline Treis vor gut zehn Jahren dem Gedanken verfiel, ihr Modelabel Jungle Folk zu gründen, war es noch eine Herausforderung, nachhaltige Materialien zu finden. Die Zeiten haben sich geändert. Conscious, green, fair, slow – selbst grosse Fast-Fashion-Labels nehmen diese Begriffe nun an sich, in der Hoffnung, der Kundschaft das schlechte Gewissen zu bereinigen. Aber Tatsache ist: Die Welt ist komplex – und die Mode-Welt ist da keine Ausnahme. Wovon spricht man eigentlich genau, wenn man «nachhaltig» sagt? Und wie navigiert man sich durch eine Branche, in der so vieles falsch läuft? Es sind grosse Fragen, denen sich Pauline Treis mit ihrem Label Jungle Folk seit einem guten Jahrzehnt stellt.

Pauline Treis, wie behauptet man sich als kleines Modelabel in einem Umfeld, in dem nun auch die grossen Player – zumindest vordergründig, aber in grossem Stil – auf Nachhaltigkeit setzen?

Als Konsumentin muss man sich überlegen, ob die eigenen Werte mit denen eines Labels übereinstimmen. Aber das ist natürlich schwierig, weil so viele Marken mittlerweile mit «nachhaltig» und «conscious» werben – aber bei keinem Produkt steht, woher der Rohstoff kommt, wo er gesponnen und gewoben wird. «Made in» beinhaltet meistens nur einen von vielen Arbeitsschritten in der komplexen Lieferkette von Kleidern. Fast-Fashion-Marken kopieren auch Techniken von kleinen Labels; verschicken etwa mit der Bestellung handgeschriebene Briefchen, dabei steht dahinter ein Corporate Office mit Hunderten von Mitarbeitenden. Der Modemarkt ist einfach sehr umkämpft. Ich versuche, transparent zu sein. Man kann auf unserer Website nachlesen, woher jedes Produkt und dessen Rohstoff kommt und wo er verarbeitet wurde. Die Frage ist doch: Was ist der Antrieb hinter einem Unternehmen? Was bedeutet «nachhaltig» oder «conscious» für die Marke, die damit wirbt?

Was ist Ihr Antrieb?

Er war nie wachstumsgetrieben. Für mich ist Jungle Folk eine Möglichkeit, mich kreativ frei zu entfalten und gleichzeitig mit spannenden Menschen und Projekten auf der Welt zusammenzuarbeiten. Ich biete Kunsthandwerkern eine Plattform, um über mein Label schöne Kleider und Accessoires zu vertreiben. Es ist mir wichtig, eine langjährige Zusammenarbeit mit den Familienbetrieben, die die Kleidung herstellen, zu pflegen. Ihnen gegenüber habe ich eine Verantwortung.

Sie lassen unter anderem in Peru produzieren. Wäre «Made in Europe» nicht nachhaltiger?

Wenn das Rohmaterial trotzdem aus China kommt und dort gewoben wurde, dann bringt «Made in Europe» eben nicht viel, sondern es klingt einfach gut. Man muss den ganzen Lebenszyklus eines Produkts anschauen, vom ersten Rohstoff her. Die Kleidung, die ich in Peru produziere, besteht aus peruanischen Rohstoffen. Einige Stücke kommen aus Indien, mit indischer Bio-Baumwolle. Und ich produziere auch in Portugal mit französischem Leinen. Ich versuche, die Produktionsstandorte möglichst nah am Rohstoff zu haben.

Über die Modeindustrie gibt es grundsätzlich nicht viel Gutes zu sagen: In diesem Moment beherbergt der Planet bereits genügend Kleidungsstücke, um die nächsten sechs Generationen der Menschheit einzukleiden. Wie geht das mit dem Nachhaltigkeits-Anspruch von Jungle Folk zusammen?

Ich bin Teil eines Systems, mit dem ich ein grosses Problem habe. Ich möchte den Menschen kein gutes Gewissen verkaufen mit einem Bio-Baumwollshirt. Ich weiss, wo das Geld meiner Produkte hingeht, und ich weiss, dass es gut investiert ist – gleichzeitig will ich anregen, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen. Es geht ja auch darum: Anstatt sich zu fragen, ob ein Shirt jetzt Greenwashing ist, sollte man einfach weniger kaufen. Bei Jungle Folk geht es mir nicht um Wachstum, sondern um Gemeinschaft und Kommunikation. In meinem Atelier biete ich auch Workshops und Begegnungsmöglichkeiten an, die sich mit der Thematik beschäftigen.

Seit dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh vor zehn Jahren sind die Arbeitsbedingungen in der Modebranche immer wieder Thema.

Mir war es von Beginn weg wichtig, mit meinem Label Menschen in Ländern dabei zu unterstützen, sich etwas aufzubauen, ihnen ein Geschäft zu ermöglichen. Mir ist wichtig, dass ich mit meinen Produktionsstätten eine stabile und langfristige Zusammenarbeit habe. Und gleichzeitig frage ich mich manchmal: Ermögliche ich damit einfach weiterhin Kapitalismus? Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig und sehr komplex.

Was halten Sie von Zertifizierungen?

Wenn wir grösser wären, würde ich es angehen, aber ein solcher Prozess ist unglaublich aufwendig und für uns als kleines Label ressourcentechnisch und auch finanziell nicht zu stemmen. Wenn ich fertige Materialien kaufe, schaue ich, dass diese ein Zertifikat haben – und ich versuche, es mit Transparenz wettzumachen. Aber ich finde, dass Zertifikate bei grossen Labels die Norm sein sollten.

Als Pauline Treis vor gut zehn Jahren dem Gedanken verfiel, ihr Modelabel Jungle Folk zu gründen, war es noch eine Herausforderung, nachhaltige Materialien zu finden. Die Zeiten haben sich geändert. Conscious, green, fair, slow – selbst grosse Fast-Fashion-Labels nehmen diese Begriffe nun an sich, in der Hoffnung, der Kundschaft das schlechte Gewissen zu bereinigen. Aber Tatsache ist: Die Welt ist komplex – und die Mode-Welt ist da keine Ausnahme. Wovon spricht man eigentlich genau, wenn man «nachhaltig» sagt? Und wie navigiert man sich durch eine Branche, in der so vieles falsch läuft? Es sind grosse Fragen, denen sich Pauline Treis mit ihrem Label Jungle Folk seit einem guten Jahrzehnt stellt.

Pauline Treis, wie behauptet man sich als kleines Modelabel in einem Umfeld, in dem nun auch die grossen Player – zumindest vordergründig, aber in grossem Stil – auf Nachhaltigkeit setzen?

Als Konsumentin muss man sich überlegen, ob die eigenen Werte mit denen eines Labels übereinstimmen. Aber das ist natürlich schwierig, weil so viele Marken mittlerweile mit «nachhaltig» und «conscious» werben – aber bei keinem Produkt steht, woher der Rohstoff kommt, wo er gesponnen und gewoben wird. «Made in» beinhaltet meistens nur einen von vielen Arbeitsschritten in der komplexen Lieferkette von Kleidern. Fast-Fashion-Marken kopieren auch Techniken von kleinen Labels; verschicken etwa mit der Bestellung handgeschriebene Briefchen, dabei steht dahinter ein Corporate Office mit Hunderten von Mitarbeitenden. Der Modemarkt ist einfach sehr umkämpft. Ich versuche, transparent zu sein. Man kann auf unserer Website nachlesen, woher jedes Produkt und dessen Rohstoff kommt und wo er verarbeitet wurde. Die Frage ist doch: Was ist der Antrieb hinter einem Unternehmen? Was bedeutet «nachhaltig» oder «conscious» für die Marke, die damit wirbt?

Was ist Ihr Antrieb?

Er war nie wachstumsgetrieben. Für mich ist Jungle Folk eine Möglichkeit, mich kreativ frei zu entfalten und gleichzeitig mit spannenden Menschen und Projekten auf der Welt zusammenzuarbeiten. Ich biete Kunsthandwerkern eine Plattform, um über mein Label schöne Kleider und Accessoires zu vertreiben. Es ist mir wichtig, eine langjährige Zusammenarbeit mit den Familienbetrieben, die die Kleidung herstellen, zu pflegen. Ihnen gegenüber habe ich eine Verantwortung.

Sie lassen unter anderem in Peru produzieren. Wäre «Made in Europe» nicht nachhaltiger?

Wenn das Rohmaterial trotzdem aus China kommt und dort gewoben wurde, dann bringt «Made in Europe» eben nicht viel, sondern es klingt einfach gut. Man muss den ganzen Lebenszyklus eines Produkts anschauen, vom ersten Rohstoff her. Die Kleidung, die ich in Peru produziere, besteht aus peruanischen Rohstoffen. Einige Stücke kommen aus Indien, mit indischer Bio-Baumwolle. Und ich produziere auch in Portugal mit französischem Leinen. Ich versuche, die Produktionsstandorte möglichst nah am Rohstoff zu haben.

Über die Modeindustrie gibt es grundsätzlich nicht viel Gutes zu sagen: In diesem Moment beherbergt der Planet bereits genügend Kleidungsstücke, um die nächsten sechs Generationen der Menschheit einzukleiden. Wie geht das mit dem Nachhaltigkeits-Anspruch von Jungle Folk zusammen?

Ich bin Teil eines Systems, mit dem ich ein grosses Problem habe. Ich möchte den Menschen kein gutes Gewissen verkaufen mit einem Bio-Baumwollshirt. Ich weiss, wo das Geld meiner Produkte hingeht, und ich weiss, dass es gut investiert ist – gleichzeitig will ich anregen, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen. Es geht ja auch darum: Anstatt sich zu fragen, ob ein Shirt jetzt Greenwashing ist, sollte man einfach weniger kaufen. Bei Jungle Folk geht es mir nicht um Wachstum, sondern um Gemeinschaft und Kommunikation. In meinem Atelier biete ich auch Workshops und Begegnungsmöglichkeiten an, die sich mit der Thematik beschäftigen.

Seit dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh vor zehn Jahren sind die Arbeitsbedingungen in der Modebranche immer wieder Thema.

Mir war es von Beginn weg wichtig, mit meinem Label Menschen in Ländern dabei zu unterstützen, sich etwas aufzubauen, ihnen ein Geschäft zu ermöglichen. Mir ist wichtig, dass ich mit meinen Produktionsstätten eine stabile und langfristige Zusammenarbeit habe. Und gleichzeitig frage ich mich manchmal: Ermögliche ich damit einfach weiterhin Kapitalismus? Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig und sehr komplex.

Was halten Sie von Zertifizierungen?

Wenn wir grösser wären, würde ich es angehen, aber ein solcher Prozess ist unglaublich aufwendig und für uns als kleines Label ressourcentechnisch und auch finanziell nicht zu stemmen. Wenn ich fertige Materialien kaufe, schaue ich, dass diese ein Zertifikat haben – und ich versuche, es mit Transparenz wettzumachen. Aber ich finde, dass Zertifikate bei grossen Labels die Norm sein sollten.

Lorsque Pauline Treis a eu l’idée de créer sa marque de mode Jungle Folk, il y a une bonne dizaine d’années, trouver des matériaux durables représentait encore un défi. Les temps ont changé. Si bien qu’aujourd’hui, même les grandes enseignes de fast fashion s’approprient des termes comme conscious, green, fair et slow dans l’espoir de donner bonne conscience à leurs clients. Mais, force est de constater que le monde est complexe – et celui de la mode ne fait pas exception. Dès lors, de quoi parle-t-on exactement quand on évoque le terme «durable»? Comment évolue-t-on dans un secteur où tant de choses ne vont pas? Ce sont les questions centrales que se pose Pauline Treis depuis une bonne dizaine d’années au travers de son label Jungle Folk.

Pauline Treis, comment s’affirme-t-on en tant que petit label de mode dans un secteur où les grands acteurs misent désormais, eux aussi, sur la durabilité – tout du moins en apparence?

En tant que consommateur et consommatrice, il faut se demander si nos propres valeurs correspondent à celles du label en question. Mais c’est bien sûr difficile de le savoir, car beaucoup de marques font désormais de la publicité pour le «durable» et le «conscient», quand bien même on ne sait pas d’où vient la matière première, où elle est filée et tissée. Le «made in» ne concerne généralement qu’une seule des nombreuses étapes de la chaîne d’approvisionnement complexe des vêtements. Les enseignes de fast fashion copient également les techniques des petites marques, en envoyant, par exemple, des lettres manuscrites avec la commande, alors que c’est un bureau avec des centaines de collaborateurs qui les génère. Le marché de la mode est tout simplement très concurrentiel. Pour ma part, je mise sur la transparence. Sur notre site internet, on peut lire d’où vient chaque produit et la matière première utilisée, ainsi que l’endroit où elle a été transformée. La vraie question est de savoir ce qui motive une entreprise? Que signifie «durable» ou «conscient» pour la marque qui en fait la promotion?

Quel est votre moteur?

Il n’a jamais reposé sur la croissance. Pour moi, Jungle Folk est un moyen de m’épanouir librement sur le plan créatif tout en collaborant avec des personnes et des projets passionnants dans le monde entier. J’offre une plateforme aux artisans pour qu’ils puissent distribuer leurs beaux vêtements et accessoires au travers de mon label. À mes yeux, il est important d’entretenir sur le long terme ma collaboration avec les entreprises familiales qui fabriquent les vêtements. J’ai une responsabilité à leur égard.

Vous faites notamment produire au Pérou. Le «made in Europe» ne serait-il pas plus durable?

Si la matière première vient de Chine et a été tissée là-bas, le «made in Europe» n’apporte justement pas grand-chose, même s’il sonne bien. Il faut considérer l’ensemble du cycle de vie d’un produit, dès l’utilisation de la matière première initiale. Les vêtements que je produis au Pérou sont fabriqués à partir de matières premières péruviennes, les pièces venant d’Inde à base de coton bio indien. Je produis en outre aussi au Portugal, avec du lin français. J’essaie de faire en sorte que les lieux de production soient le plus proche possible des matières premières.

Il n’y a pas grand-chose de positif à dire sur l’industrie de la mode, d’autant plus que la planète abrite déjà assez de vêtements pour habiller les six prochaines générations d’humains. Comment conjuguez-vous cette situation avec l’exigence de durabilité de Jungle Folk?

Je fais partie d’un système avec lequel j’ai un gros problème. Je ne veux pas vendre aux gens une bonne conscience avec un T-shirt en coton bio. Je sais, en revanche, où va l’argent de mes produits et qu’il est bien investi. Parallèlement, je souhaite contribuer à ce que les gens prennent des décisions d’achat de manière consciente. Mais, au lieu de se demander si un T-shirt dit durable résulte d’un processus de greenwashing, il faudrait simplement acheter moins. Chez Jungle Folk, je ne m’intéresse pas à la croissance, mais à la communauté et à la communication. Dans mes locaux, je propose également des ateliers et des possibilités de rencontres.

Depuis l’effondrement d’une usine textile au Bangladesh, il y a dix ans, les conditions de travail dans le secteur de la mode sont au cœur des préoccupations.

Dès le début, il était important pour moi, par le biais de mon label, d’aider les personnes dans les pays avec lesquels je travaille en leur permettant de faire des affaires et de développer une collaboration stable et à long terme avec mes sites de production. Cela dit, je me demande parfois si je ne continue tout simplement pas à cautionner le capitalisme. La réponse à cette question est très complexe.

Que pensez-vous des certifications?

Si nous étions plus grands, je m’y attèlerais. Mais un tel processus est incroyablement coûteux et, en tant que petit label, nous ne disposons pas des ressources et des finances nécessaires. Lorsque j’achète des matériaux finis, je veille, en revanche, à ce qu’ils soient certifiés – et je suis transparente avec mes clients à ce sujet. J’estime toutefois que les certificats devraient devenir la norme pour les grandes marques.

Dieci anni fa, quando Pauline Treis decise di fondare il suo marchio di moda Jungle Folk, non era per nulla semplice trovare materiali sostenibili. I tempi però sono cambiati. Conscious, green, fair, slow: anche i grandi marchi di fast fashion si appropriano ora di queste parole nella speranza di ripulire la coscienza dei propri clienti.

Ma la realtà è diversa: il mondo è un sistema complesso e il settore della moda non fa eccezione. Cosa si intende davvero quando si parla di «sostenibilità»? E come si fa a orientarsi in un settore in cui circolano così tante falsità? Sono queste le grandi domande che si pone Pauline Treis con il suo label Jungle Folk.

Pauline Treis, come ci si comporta in questo settore come piccole case di moda ora che anche i grandi attori, almeno all’apparenza ma comunque in grande stile, puntano sulla sostenibilità?

Come consumatori occorre chiedersi se i nostri valori corrispondono con quelli di un determinato marchio. È molto complicato visto che ora molte marche si pubblicizzano come «sostenibili» e «conscious». Su nessuno dei prodotti è scritto però da dove provengono le materie prime, come vengono filate e tessute. «Made in» descrive generalmente solo una delle tante fasi di lavorazione nella complessa catena di produzione degli abiti. Le marche di fast fashion copiano le tecniche delle piccole imprese: ad esempio, allegano una lettera scritta a mano a ogni ordine consegnato ma dietro di essa c’è un Corporate Office con centinaia di collaboratori. Il settore della moda è un vero campo di battaglia. Io cerco di essere trasparente. Sul nostro sito web, si può leggere da dove proviene ogni prodotto e ogni materia prima e dove vengono lavorati. La domanda è: qual è la forza motrice di un’impresa? Cosa significa «sostenibile» o «conscious» per il marchio che fa pubblicità usando questi termini?

Qual è la vostra forza motrice?

Non siamo mai stati orientati alla crescita. Per me, Jungle Folk rappresenta la possibilità di esprimermi in modo creativo e al contempo di collaborare con persone e progetti interessanti da tutto il mondo. Offro agli artigiani una piattaforma per vendere i loro fantastici abiti e accessori tramite il mio label. Per me è importante stabilire una collaborazione a lungo termine con le imprese a conduzione famigliare che producono gli abiti. Ho una responsabilità nei loro confronti.

I suoi abiti vengono prodotti ad esempio in Perù. Il «Made in Europe» non sarebbe stato più sostenibile?

Se le materie prime provengono dalla Cina e vengono anche tessute laggiù, il «Made in Europe» significa poco anche se suona bene. Bisogna guardare l’intero ciclo di vita di un prodotto partendo dalle materie prime iniziali. I vestiti che faccio produrre in Perù sono tessuti con materie prime peruviane. Alcuni pezzi arrivano dall’India e sono prodotti con cotone biologico indiano. Produco anche in Portogallo con lino francese. Cerco di mantenere le sedi di produzione il più possibile vicine alle materie prime.

Sull’industria della moda non c’è molto di positivo da dire: in questo momento sul nostro pianeta ci sono abbastanza capi da vestire le prossime sei generazioni. Come si concilia questo con la sostenibilità dichiarata da Jungle Folk?

Sono parte dello stesso sistema che sto cercando di combattere. Non voglio vendere alle persone una coscienza pulita insieme alla t-shirt di cotone bio. So dove vanno i soldi spesi per acquistare i miei prodotti e so che sono soldi ben spesi. Al contempo voglio motivare le persone a prendere decisioni d’acquisto consapevoli. Si tratta anche di smettere di chiedersi se acquistare una determinata camicia è greenwashing e semplicemente di acquistarne di meno. Jungle Folk per me non è mai stata orientata alla crescita ma alla comunità e alla comunicazione. Nel mio atelier offro anche workshop e possibilità di incontri per chi si interessa di questa tematica.

Dopo il crollo di una fabbrica tessile in Bangladesh avvenuto dieci anni fa, le condizioni di lavoro nel settore della moda sono diventate un tema di grande attualità.

Per me è stato importantissimo fin dall’inizio che il mio label potesse sostenere le persone in vari Paesi del mondo a costruire qualcosa per sé stesse, a creare un giro d’affari. Per me è importante creare una collaborazione stabile e a lungo termine nelle sedi di produzione del mio marchio. Ma al contempo talvolta mi chiedo: sto solo alimentando ulteriormente un sistema capitalistico? La risposta a questa domanda non è univoca ed è molto complessa.

Cosa ne pensa dei certificati?

Se fossimo un’impresa più grande li richiederei ma il procedimento è incredibilmente dispendioso e per noi piccoli label non è sostenibile dal punto di vista delle risorse e finanziario. Quando acquisto materiali finiti, mi assicuro che siano certificati e cerco di compensare con la trasparenza. Ma penso che i certificati dovrebbero essere la norma per i grandi marchi.

Und so sieht sie aus, die zeitlose und nachhaltige Kleidung von Jungle Folk. Foto: Jungle Folk
Reisen: Lange Flugreisen sind echte Klimakiller. Darum lieber auf Ferien im eigenen Land setzen. Muss es doch mal weiter weg sein, dann bitte unbedingt den kleinen Aufpreis für die CO₂-Kompensation bezahlen.
Pauline Treis setzt auf Transparenz, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Auch, wenn nicht alles perfekt ist. Foto: Jungle Folk
Reisen: Lange Flugreisen sind echte Klimakiller. Darum lieber auf Ferien im eigenen Land setzen. Muss es doch mal weiter weg sein, dann bitte unbedingt den kleinen Aufpreis für die CO₂-Kompensation bezahlen.
Sie weiss, woher jedes Stück kommt, … Foto:  Jungle Folk
Reisen: Lange Flugreisen sind echte Klimakiller. Darum lieber auf Ferien im eigenen Land setzen. Muss es doch mal weiter weg sein, dann bitte unbedingt den kleinen Aufpreis für die CO₂-Kompensation bezahlen.
Und so sieht sie aus, die zeitlose und nachhaltige Kleidung von Jungle Folk. Foto: Jungle Folk
Reisen: Lange Flugreisen sind echte Klimakiller. Darum lieber auf Ferien im eigenen Land setzen. Muss es doch mal weiter weg sein, dann bitte unbedingt den kleinen Aufpreis für die CO₂-Kompensation bezahlen.
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Erste Veröffentlichung: 
13.6.2023
  |  Letztes Update: 
22.6.2023
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