Was passiert eigentlich mit Nebenprodukten aus Forschung, Industrie und Alltag? Noch immer gehen grosse Mengen an Wärme und Material ungenutzt verloren, werden aufwendig entsorgt oder sammeln sich als schier unbewältigbare Masse an Abfall an.
Einige Projekte zeigen aber, dass es auch anders geht und demonstrieren Kreislaufdenken in Aktion. Wir stellen vor, wie aus Laborabfall, Hundekot und Bakterien Licht wird.
Es werde Licht … aus Laborabfall
Im Hauptgebäude der ETH Zürich hing im Dezember 2025 ein Kronleuchter, dessen Materialien aus dem wissenschaftlichen Alltag stammen: Reagenzflaschen, Zentrifugenröhrchen und Pipettenspitzen, gesammelt aus Laboren und in einer Live-Performance der Künstlerin und ehemaligen Molekularbiologin Saki The Artist neu zusammengesetzt.
Die Installation ist Teil der Initiative Art of Transformation und macht sichtbar, dass selbst scheinbar kurzlebige Einwegmaterialien Teil von Stoffkreisläufen sein können. Laborabfälle werden als Ressource wahrgenommen und dienen als Ausgangspunkt für Diskussionen über Reduktion, Wiederverwendung und die ökologische Bilanz der Forschung – auch wenn, streng genommen, der Abfall nicht das Licht per se produziert, sondern nur den passenden Leuchtkörper.


