«Wir kennen alle unsere Designer persönlich!»
«Wir kennen alle unsere Designer persönlich!»
«Nous connaissons personnellement tous nos stylistes!»
«Conosciamo personalmente tutti i nostri designer!»

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Innovative Schweizer Modemacher*innen beweisen, dass lokal und ressourcenschonend produzierte Kleidung keinesfalls «öko» aussehen muss. Der Berner Slow-Fashion-Store «Laufmeter» ist das beste Beispiel dafür.
Innovative Schweizer Modemacher*innen beweisen, dass lokal und ressourcenschonend produzierte Kleidung keinesfalls «öko» aussehen muss. Der Berner Slow-Fashion-Store «Laufmeter» ist das beste Beispiel dafür.
Des créateurs de mode suisses innovateurs prouvent que les vêtements produits localement et en ménageant les ressources ne doivent en aucun cas avoir un aspect «écolo». Le magasin de slow fashion bernois «Laufmeter» en est le meilleur exemple.
Gli innovativi produttori di moda svizzeri sono convinti che gli abiti prodotti localmente e con la giusta attenzione alle risorse non debbano per forza avere un aspetto «eco». Il negozio bernese Slow Fashion «Laufmeter» è l’esempio perfetto.
Ein T-Shirt für fünf Franken – wie kann das funktionieren?
Dass Billigkleider und Fast Fashion weder ökologisch noch sozial oder moralisch besonders gut vertretbar sind, ist kein Geheimnis. Dennoch haftete fair, lokal und nachhaltig produzierter Mode lange Zeit ein ziemlich verstaubtes Image an: Zu teuer, zu langweilig, einfach nicht modern genug.
Doch gerade das Innovationsland Schweiz beweist seit einigen Jahren immer eindrucksvoller, dass sich die heimische Modeszene auch im internationalen Vergleich nicht verstecken muss, wenn es um trendige Styles, spannende Materialien und zukunftsweisende Trends geht.
Gerade auf dem Gebiet des bewussten Umgangs mit natürlichen Ressourcen beweisen lokale Designer*innen, Labels und Produzent*innen ihr besonderes Talent. Und die modebewusste Kundschaft weiss das zu schätzen. Für Qualität und einzigartiges Design zahlt sie gerne auch ein paar Franken mehr – mit dem guten Wissen und Gewissen, dass die neuen Lieblingsteile lange Freude bereiten werden und deren Produktion weder Mensch noch Natur ausgebeutet hat.
Warum sich ein immer bedeutenderer Teil der Schweizer Modeszene dazu entscheidet, ganz klar auf Slow Fashion zu setzen, weiss Michaela von Siebenthal, Geschäftsführerin des Stores «Laufmeter», der sich auf heimisches Modedesign spezialisiert und sich zum Ziel gesetzt hat, das Bewusstsein für regionales Modedesign national zu steigern.
Hallo Michaela, der Trend geht auch in der Mode immer mehr in Richtung lokaler, fairer Produktion. Stichworte: CO2-Fussabdruck, bewusster Lifestyle. Wie siehst du die aktuelle Entwicklung?
Michaela von Siebenthal: Ich begrüsse diesen Trend, erst recht, wenn es um regionale, nachhaltige Mode geht. Ich wünsche mir aber auch eine breitere Aufmerksamkeit für diese positiven Entwicklungen. Nach wie vor ignorieren grosse Teile der globalisierten Bekleidungs- und Modeindustrie ökologisch vertretbare Produktion und faire Arbeitsbedingungen zugunsten von schnellen Profiten.
Was bedeutet eigentlich Slow Fashion genau?
Slow Fashion ist die Gegenbewegung zu Fast Fashion. Sie steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, gerechte Entlöhnung und anständige Arbeitsbedingungen für die Menschen, die unsere Kleider herstellen. Es gibt hochwertige, fair und nachhaltig produzierte Mode auf Top-Niveau. Bewusster kaufen heisst auch: weniger billige Wegwerfmode von zweifelhafter Herkunft konsumieren.
Mit «Laufmeter» gebt ihr kleinen Modeschaffenden in der Schweiz eine Plattform. Warum ist das so wichtig?
In der Schweiz gibt es viele professionelle Labels, die tolle Mode und Accessoires von höchster Qualität erschaffen. Bei Laufmeter kennen wir all unsere Schweizer Designer*innen persönlich und unterstützen sie dabei, ihre Designs unter die Leute zu bringen. Einerseits tun wir das mit der Verkaufsplattform www.laufmeter.ch, die wir in den kommenden Wochen mit neuen Schweizer Labels weiter ausbauen werden, sowie unserer jährlichen «Modeschau uf dr Gass» in Bern und dem dazugehörigen Mode-Salon, bei dem die bei der Show gesehenen Kleider direkt zum Verkauf stehen. Wir bringen einheimische Mode aus den Ateliers auf die Strasse. Und das Publikum lässt sich für Mode von hier begeistern. Das ist toll!
Welche Kriterien müssen Labels erfüllen, um bei euch Platz zu finden?
Unsere Labels kommen alle aus der Schweiz. Bei der Auswahl achten wir auf gutes, professionelles Design, hochstehende Qualität sowie auf transparente Infos zu Materialien, Arbeits- und Produktionsbedingungen. Bei Laufmeter erfährt man, wer die Mode entwirft und wo und wie die Produkte hergestellt wurden.
Was sagst du zu dem Vorurteil, dass ressourcenschonende, faire Mode oft als langweilig oder unscheinbar – und dabei gleichzeitig viel zu teuer – betitelt wird?
Das trifft schon lange nicht mehr zu. Sehr viele Modedesigner*innen, die auf ökologische und soziale Verantwortung setzen, machen grossartige Mode. Das Preisniveau bei diesen Produkten relativiert sich sehr schnell, wenn man Design, Langlebigkeit, Qualität und transparente Herkunft in Betracht zieht.
Welche Essentials braucht eine richtig gute Capsule-Garderobe?
Dazu gehören meiner Meinung nach nur wenige schlichte Basics oder Klassiker, die man mit allem kombinieren kann. In unaufgeregten Farben und mit perfekten Schnitten. Die Qualität sollte möglichst hochwertig sein, da man diese Kleidungsstücke häufig trägt.
Gibt es aktuell Labels, die du persönlich besonders toll findest?
Ich liebe Kleider, die sich auf langen Reisen bewähren. Immer dabei habe ich ein cooles Oversize-Hoodie von Sabine Portenier aus Thun, ein luftiges Sommerkleid von Nom Commun aus Lausanne oder einen langen, leichten Regenmantel von Claudia Güdel aus Basel.
Zum Schluss noch: Was sind die wichtigsten Fashion-Trends für den Herbst/Winter 2023/24?
Bei unseren Schweizer Labels stehen diesen Herbst/Winter Stricksachen hoch im Kurs. Daneben gibt es auffällig viel Denim und Jeans in verschiedenen Variationen. Sabine Portenier wird in Kürze ihr neues Jeans-Label lancieren. Darauf können wir uns freuen. Vom Design bis zur Produktion entsteht alles in Thun.
Ein T-Shirt für fünf Franken – wie kann das funktionieren?
Dass Billigkleider und Fast Fashion weder ökologisch noch sozial oder moralisch besonders gut vertretbar sind, ist kein Geheimnis. Dennoch haftete fair, lokal und nachhaltig produzierter Mode lange Zeit ein ziemlich verstaubtes Image an: Zu teuer, zu langweilig, einfach nicht modern genug.
Doch gerade das Innovationsland Schweiz beweist seit einigen Jahren immer eindrucksvoller, dass sich die heimische Modeszene auch im internationalen Vergleich nicht verstecken muss, wenn es um trendige Styles, spannende Materialien und zukunftsweisende Trends geht.
Gerade auf dem Gebiet des bewussten Umgangs mit natürlichen Ressourcen beweisen lokale Designer*innen, Labels und Produzent*innen ihr besonderes Talent. Und die modebewusste Kundschaft weiss das zu schätzen. Für Qualität und einzigartiges Design zahlt sie gerne auch ein paar Franken mehr – mit dem guten Wissen und Gewissen, dass die neuen Lieblingsteile lange Freude bereiten werden und deren Produktion weder Mensch noch Natur ausgebeutet hat.
Warum sich ein immer bedeutenderer Teil der Schweizer Modeszene dazu entscheidet, ganz klar auf Slow Fashion zu setzen, weiss Michaela von Siebenthal, Geschäftsführerin des Stores «Laufmeter», der sich auf heimisches Modedesign spezialisiert und sich zum Ziel gesetzt hat, das Bewusstsein für regionales Modedesign national zu steigern.
Hallo Michaela, der Trend geht auch in der Mode immer mehr in Richtung lokaler, fairer Produktion. Stichworte: CO2-Fussabdruck, bewusster Lifestyle. Wie siehst du die aktuelle Entwicklung?
Michaela von Siebenthal: Ich begrüsse diesen Trend, erst recht, wenn es um regionale, nachhaltige Mode geht. Ich wünsche mir aber auch eine breitere Aufmerksamkeit für diese positiven Entwicklungen. Nach wie vor ignorieren grosse Teile der globalisierten Bekleidungs- und Modeindustrie ökologisch vertretbare Produktion und faire Arbeitsbedingungen zugunsten von schnellen Profiten.
Was bedeutet eigentlich Slow Fashion genau?
Slow Fashion ist die Gegenbewegung zu Fast Fashion. Sie steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, gerechte Entlöhnung und anständige Arbeitsbedingungen für die Menschen, die unsere Kleider herstellen. Es gibt hochwertige, fair und nachhaltig produzierte Mode auf Top-Niveau. Bewusster kaufen heisst auch: weniger billige Wegwerfmode von zweifelhafter Herkunft konsumieren.
Mit «Laufmeter» gebt ihr kleinen Modeschaffenden in der Schweiz eine Plattform. Warum ist das so wichtig?
In der Schweiz gibt es viele professionelle Labels, die tolle Mode und Accessoires von höchster Qualität erschaffen. Bei Laufmeter kennen wir all unsere Schweizer Designer*innen persönlich und unterstützen sie dabei, ihre Designs unter die Leute zu bringen. Einerseits tun wir das mit der Verkaufsplattform www.laufmeter.ch, die wir in den kommenden Wochen mit neuen Schweizer Labels weiter ausbauen werden, sowie unserer jährlichen «Modeschau uf dr Gass» in Bern und dem dazugehörigen Mode-Salon, bei dem die bei der Show gesehenen Kleider direkt zum Verkauf stehen. Wir bringen einheimische Mode aus den Ateliers auf die Strasse. Und das Publikum lässt sich für Mode von hier begeistern. Das ist toll!
Welche Kriterien müssen Labels erfüllen, um bei euch Platz zu finden?
Unsere Labels kommen alle aus der Schweiz. Bei der Auswahl achten wir auf gutes, professionelles Design, hochstehende Qualität sowie auf transparente Infos zu Materialien, Arbeits- und Produktionsbedingungen. Bei Laufmeter erfährt man, wer die Mode entwirft und wo und wie die Produkte hergestellt wurden.
Was sagst du zu dem Vorurteil, dass ressourcenschonende, faire Mode oft als langweilig oder unscheinbar – und dabei gleichzeitig viel zu teuer – betitelt wird?
Das trifft schon lange nicht mehr zu. Sehr viele Modedesigner*innen, die auf ökologische und soziale Verantwortung setzen, machen grossartige Mode. Das Preisniveau bei diesen Produkten relativiert sich sehr schnell, wenn man Design, Langlebigkeit, Qualität und transparente Herkunft in Betracht zieht.
Welche Essentials braucht eine richtig gute Capsule-Garderobe?
Dazu gehören meiner Meinung nach nur wenige schlichte Basics oder Klassiker, die man mit allem kombinieren kann. In unaufgeregten Farben und mit perfekten Schnitten. Die Qualität sollte möglichst hochwertig sein, da man diese Kleidungsstücke häufig trägt.
Gibt es aktuell Labels, die du persönlich besonders toll findest?
Ich liebe Kleider, die sich auf langen Reisen bewähren. Immer dabei habe ich ein cooles Oversize-Hoodie von Sabine Portenier aus Thun, ein luftiges Sommerkleid von Nom Commun aus Lausanne oder einen langen, leichten Regenmantel von Claudia Güdel aus Basel.
Zum Schluss noch: Was sind die wichtigsten Fashion-Trends für den Herbst/Winter 2023/24?
Bei unseren Schweizer Labels stehen diesen Herbst/Winter Stricksachen hoch im Kurs. Daneben gibt es auffällig viel Denim und Jeans in verschiedenen Variationen. Sabine Portenier wird in Kürze ihr neues Jeans-Label lancieren. Darauf können wir uns freuen. Vom Design bis zur Produktion entsteht alles in Thun.
Un t-shirt à cinq francs. Comment cela peut-il fonctionner?
Ce n’est un secret pour personne: les vêtements bon marché et la fast fashion ne sont pas particulièrement défendables du point de vue écologique, social ou moral. Pourtant, pendant longtemps, la mode équitable, locale et durable a eu une image plutôt poussiéreuse: trop chère, trop ennuyeuse et tout simplement pas assez moderne.
Or la Suisse, pays innovant, prouve depuis quelques années de manière de plus en plus impressionnante que sa scène nationale de la mode n’a rien à envier à la scène internationale lorsqu’il s’agit de styles, de matériaux originaux et de tendances prometteuses.
C’est précisément dans le domaine de l’utilisation consciente des ressources naturelles que les stylistes, les marques et les producteurs locaux font preuve d’un talent spécifique. Et les clients sensibles à la mode savent l’apprécier. Ils n’hésitent d’ailleurs pas à payer quelques francs de plus pour avoir quelque chose de meilleure qualité et un design unique, tout en sachant que leurs nouvelles pièces préférées leur procureront du plaisir pendant longtemps et que leur production n’a exploité ni l’homme ni la nature.
Directrice du magasin «Laufmeter», spécialisé dans la mode locale, Michaela von Siebenthal s’est fixé pour objectif de faire connaître les stylistes régionaux au niveau national. Elle sait pourquoi une part de plus en plus importante de la scène suisse de la mode mise sur la slow fashion.
Bonjour Michaela, dans la mode aussi, la tendance est de plus en plus à la production locale et équitable et aux mots-clés: empreinte carbone, mode de vie conscient. Comment vois-tu l’évolution actuelle?
Michaela von Siebenthal: Je salue cette tendance, d’autant plus quand il s’agit de mode locale et durable. Mais je souhaite également que l'on accorde une plus grande attention à ces évolutions positives. Une grande partie de l’industrie mondiale du textile et de la mode continue d’ignorer la production éco-responsable et les conditions de travail équitables au profit de bénéfices rapides.
Qu’est-ce qu’on entend exactement par slow fashion?
La slow fashion s’oppose à la fast fashion. Elle prône une utilisation responsable des ressources, des salaires équitables et des conditions de travail décentes pour les personnes qui fabriquent nos vêtements. Il existe une mode de qualité supérieure, produite de manière équitable et durable. Acheter de manière plus consciente signifie aussi consommer moins de mode jetable bon marché et d’origine douteuse.
«Laufmeter» offre une plate-forme aux petits créateurs de mode en Suisse. Pourquoi est-ce si important?
En Suisse, il existe de nombreuses marques professionnelles qui créent des vêtements et des accessoires de grande qualité. Chez Laufmeter, nous connaissons personnellement tous nos stylistes suisses et nous les aidons à faire connaître leurs créations. Nous le faisons via la plateforme de vente www.laufmeter.ch, qui proposera d’ailleurs dans les semaines à venir de nouvelles marques suisses, ainsi que via le «Modeschau uf dr Gass», notre défilé annuel à Berne et son salon de la mode, où les vêtements présentés lors du défilé sont directement mis en vente. Nous faisons sortir la mode locale des ateliers pour la faire descendre dans la rue. Et les gens sont enthousiastes. C’est fantastique!
Quels critères les marques doivent-elles remplir pour trouver leur place chez «Laufmeter»?
Toutes nos marques proviennent de Suisse. Lors de la sélection, nous recherchons un design professionnel, une qualité élevée et des informations transparentes sur les matériaux, les conditions de travail et de production. Chez Laufmeter, on peut savoir qui crée les pièces ainsi qu’où et comment elles ont été fabriquées.
Que réponds-tu à celles et ceux qui estiment que la mode équitable et respectueuse des ressources est ennuyeuse ou insipide, et en même temps beaucoup trop chère?
Ce n’est plus vrai depuis longtemps. De très nombreux stylistes qui misent sur la responsabilité écologique et sociale font des vêtements de grande qualité. Le prix de ces produits est vite relativisé si l’on tient compte de leur design, de leur durabilité, de leur qualité et de leur origine transparente.
Quels sont les pièces indispensables d’une bonne garde-robe capsule?
À mon avis, uniquement quelques basiques ou classiques simples qui se marient avec tout. Dans des couleurs discrètes et aux coupes parfaites. La qualité doit aussi être la plus élevée possible, car on porte ces vêtements souvent.
Y a-t-il des marques que, personnellement, tu apprécies particulièrement?
J’aime les vêtements qui durent longtemps. J’ai toujours avec moi un hoodie oversize cool de Sabine Portenier de Thoune, une robe d’été aérienne de la marque lausannoise Nom Commun ou un imperméable long et léger de la Bâloise Claudia Güdel.
Pour finir, quelles sont les principales tendances de la mode pour l’automne/hiver 2023/24?
Les tricots sont à l’honneur chez nos marques suisses cette saison. Il y a également beaucoup de denim et de jeans de différentes sortes. Sabine Portenier va lancer prochainement sa nouvelle marque de jeans. Et il y a de quoi s’en réjouir: du design à la production, tout sera fabriqué à Thoune.
Una t-shirt a cinque franchi. Come può funzionare?
Non è un segreto che i vestiti a poco prezzo e la Fast Fashion siano decisamente discutibili dal punto di vista ecologico, sociale e morale. Tuttavia, la moda fair, locale e prodotta in modo sostenibile ha per lungo tempo sofferto di vecchi e polverosi stereotipi: troppo cara, troppo noiosa, semplicemente non abbastanza moderna.
La Svizzera, terra di innovazione, da anni dimostra però un enorme potenziale: la scena della moda locale si presenta a testa alta anche nel confronto internazionale quando si tratta di stili innovativi, nuovi materiali e trend rivolti al futuro.
Soprattutto nell’ambito della gestione consapevole delle risorse naturali, designer, label e produttori locali dimostrano tutto il loro talento. E la clientela alla moda sa apprezzare questi valori. Per la qualità e il design unico, spende volentieri qualche franco in più e in cambio avrà la coscienza pulita sapendo che il nuovo capo preferito sarà fantastico da indossare per molto tempo e la sua produzione non danneggia né la società né la natura.
Le ragioni per cui una parte sempre più importante della scena della moda svizzera ha deciso di puntare in modo deciso sulla Slow Fashion ce le spiega Michaela von Siebenthal, direttrice del negozio «Laufmeter» specializzato in design di moda locale che ha come obiettivo quello di aumentare la consapevolezza verso il design regionale a livello nazionale.
Ciao Michaela! Anche nel mondo della moda, il trend attuale tende verso una produzione locale e fair. Parole chiave: impronta di CO2, stile di vita consapevole. Come vedi gli sviluppi attuali?
Michaela von Siebenthal: Accolgo questo trend a braccia aperte quando si tratta di moda regionale e sostenibile. Mi piacerebbe tuttavia una maggiore attenzione per questi sviluppi positivi. Proprio come prima, una parte importante dell’industria globalizzata della moda ignora la produzione sostenibile e le condizioni lavorative eque per perseguire profitti veloci.
Cosa significa di preciso Slow Fashion?
La Slow Fashion è la risposta alla Fast Fashion. Sostiene una gestione responsabile delle risorse, salari equi e condizioni di lavoro dignitose per le persone che producono i nostri abiti. Esiste moda di grande qualità, equa e sostenibile anche a livello top. Fare acquisti consapevoli significa anche comprare meno capi usa e getta a prezzo stracciato prodotti in modo discutibile.
Con «Laufmeter» offrite una piattaforma ai piccoli produttori di moda in Svizzera. Perché è così importante?
In Svizzera esistono numerosi marchi professionali che offrono fantastici abiti e accessori di altissima qualità. Da Laufmeter conosciamo personalmente tutti i nostri designer svizzeri e li sosteniamo nel presentare le loro collezioni ai clienti. Da un lato lo facciamo grazie alla nostra piattaforma di vendita www.laufmeter.ch, in cui nelle prossime settimane aggiungeremo nuovi marchi di moda svizzeri, ma anche con il nostro annuale «Modeschau uf dr Gass» a Berna e con il relativo salone della moda in cui i vestiti presentati durante lo show sono poi disponibili per la vendita diretta. Portiamo la moda locale dagli atelier alla strada. E il pubblico scopre un nuovo entusiasmo per la moda regionale. È fantastico!
Quali criteri devono rispettare i marchi di moda per trovare posto nel vostro negozio?
Tutti i nostri marchi provengono dalla Svizzera. Per la scelta prestiamo attenzione al design professionale, alla qualità e alle informazioni trasparenti su materiali e condizioni di lavoro e produzione. Da Laufmeter i clienti sanno chi disegna i capi e dove e come vengono prodotti.
Cosa ne pensi del pregiudizio secondo cui la moda fair e sostenibile è noiosa e poco appariscente e al contempo anche decisamente troppo cara?
Non è più vero ormai da molto tempo. Molti designer di moda che puntano sulla responsabilità ecologica e sociale producono capi meravigliosi. Il livello dei prezzi di questi prodotti viene relativizzato in fretta se si prendono in considerazione il design, la durevolezza, la qualità e la trasparenza.
Di quali capi essenziali necessita un Capsule Wardrobe davvero ben fatto?
Secondo me, bastano pochi, semplici capi di base o classici che possono essere combinati a piacere l’uno con l’altro. Capi di colori pacati e con un taglio perfetto. La qualità dev’essere più elevata possibile poiché verranno indossati sovente.
Ci sono attualmente marchi che personalmente trovi interessanti?
Mi piacciono molto i vestiti che possono essere portati per lunghi viaggi. Porto sempre con me un fantastico Oversize Hoodie di Sabine Portenier di Thun, un leggero abito estivo di Nom Commun di Losanna e un lungo, leggero mantello per la pioggia di Claudia Güdel di Basilea.
Per concludere: quali sono i più importanti trend di moda per l’autunno/inverno 2023/24?
Per la stagione autunno/inverno, i nostri marchi svizzeri presentano moltissimi capi fatti a maglia. Inoltre, si trova come sempre molto denim e jeans in numerose varianti. Sabine Portenier lancerà a breve il suo nuovo label di jeans. Non vediamo l’ora. Dal design alla produzione, tutto viene fatto a Thun.