Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner, dem BFH-Biomediziner Massimo Bagnani, will Drigloff mit Peelpack eine lokale Produktionskette aufbauen – in der Schweiz, aber auch in Italien, Deutschland, den Niederlanden und Grossbritannien.
«Vor der Gründung war mir klar, dass ich Nachhaltigkeit nicht als Buzzword verstehen wollte, sondern etwas mit echtem Einfluss erschaffen wollte», sagt Drigloff.
Kaum Plastik-Recycling
Eine Plastikalternative zu entwickeln, bietet Potenzial dazu. Die Produktion von Kunststoffen basiert fast ausschliesslich auf fossilen Rohstoffen wie Öl und Gas und verursacht mehr als drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Weltweit werden nur etwa neun Prozent des Plastiks recycelt, der Rest wird meist verbrannt oder deponiert.
Als Mikroplastik gelangt es in Meere, Böden – und den menschlichen Körper. Diverse Studien fanden Mikroplastik in Gehirn, Blut und Hoden, wobei deren Ergebnisse auch angezweifelt werden.
Die Schweiz gilt derweil als Recycling-Weltmeisterin. Fast alles Glas, Papier und Aluminium wird wiederverwertet. Doch beim Plastik sieht das auch hierzulande anders aus: 85 Prozent des anfallenden Kunststoffabfalls werden noch immer verbrannt.
Rückenwind der Politik
Peelpack existiert seit weniger als einem Jahr – und hat trotzdem bereits finanzielle Unterstützung der Klimastiftung Schweiz und von Venture Kick erhalten. Rückenwind kommt auch aus der Politik. Die EU dürfte Plastikalternativen aus Biomaterialien bald gesetzlich vorschreiben.