Minimalismus heisst das Zauberwort – bewusst weniger besitzen. Daraus folgen mehr Lebensqualität, mehr Freiheit und weniger Stress. Warum das? Wer weniger Dinge zu Hause hat, braucht sich weniger darum zu kümmern. Diese Dinge müssen weder gewaschen, geputzt, gepflegt, repariert noch entsorgt werden. Wer bewusst konsumiert, spart Geld – und schont nebenbei die Umwelt.
Mehr Fokus, weniger Ballast
Minimalismus zielt darauf ab, fokussiert zu sein, Ballast abzuwerfen und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Stellen Sie sich vor: Sie öffnen Ihren Kleiderschrank, und alles, was Sie sehen, sind Kleidungsstücke, die Ihnen wirklich gefallen. Hier spielt ein weiterer Aspekt des Minimalismus hinein: Qualität vor Quantität. Wer weniger konsumiert, kann sich hochwertige Dinge leisten – sei es bei Lebensmitteln, bei Kleidern oder bei der Freizeitausrüstung. Viele Minimalistinnen und Minimalisten kaufen deshalb beispielsweise qualitativ gute Kleidungsstücke, die lange halten, Freude bereiten und lange modisch bleiben. Lassen sie sich zudem untereinander gut kombinieren, wird es auch nicht langweilig.
Entrümpeln entlastet auch mental
Dieser Lebensstil spielt sich nicht nur auf der materiellen, sondern auch auf der mentalen Ebene ab. Wenn Sie nicht zehn Paar Sneakers, fünf Uhren und acht Handtaschen besitzen, brauchen Sie auch nicht jeden Morgen darüber nachzudenken, was Sie tragen und wie Sie Ihre Accessoires kombinieren möchten. Ein Alltagsbeispiel: Sie sind in den Skiferien. Jeden Morgen ziehen Sie dieselben Outdoorkleider an und steigen in den Sportsocken in Ihre Skischuhe. Ohne nachzudenken und ohne sich entscheiden zu müssen. Ein kleines Beispiel, das aber zeigt, wie materieller Besitz mit mentalem Aufwand verbunden ist.
Was macht mir Freude?
Regelmässig auszumisten, bewusst zu konsumieren und nur tolle Dinge zu besitzen, betrifft auch andere Lebensbereiche: Apps, die Zeit fressen, uns aber mit einem Gefühl der Leere zurücklassen. Menschen, die mehr Energie rauben, als dass sie zurückgeben. Oder Anlässe, die man aus Pflichtgefühl besucht, obwohl man eigentlich gar keine Lust darauf hat. Natürlich können Erwachsene nicht alles Unangenehme einfach so aus dem Leben verbannen. Sich aber zu überlegen, wie und mit wem man seine kostbare Lebenszeit verbringen möchte, ist legitim. Dazu gehört auch zu lernen, Nein zu sagen. Auch hier gilt der Leitsatz: Qualität vor Quantität. So kann ein neu erlerntes Verhalten mental enorm entlasten.
10 Ratschläge für ein minimalistisches Leben
- Definieren Sie Ihre Prioritäten
- Beginnen Sie mit dem Entrümpeln
- Reduzieren Sie digitale Ablenkungen – auch Social Media
- Setzen Sie sich Konsumgrenzen
- Leben Sie nach dem Motto «Weniger ist mehr»
- Organisieren Sie Ihre Finanzen
- Qualität statt Quantität
- Optimieren Sie Ihre Garderobe
- Fokussieren Sie auf Erlebnisse statt Dinge
- Lernen Sie, Nein zu sagen