Erdwärme liefert nachhaltige Energie direkt aus dem Untergrund – wetterunabhängig und jederzeit verfügbar. Noch dominiert sie das Heizen, doch ihr Potenzial für die Schweizer Energieversorgung wächst.
Erdwärme liefert nachhaltige Energie direkt aus dem Untergrund – wetterunabhängig und jederzeit verfügbar. Noch dominiert sie das Heizen, doch ihr Potenzial für die Schweizer Energieversorgung wächst.
Erdwärme, auch Geothermie genannt, nutzt die im Erdinneren gespeicherte Wärme für Heizung, Warmwasser oder Stromproduktion. Schon wenige Meter unter der Oberfläche bleibt die Bodentemperatur konstant und bildet so eine zuverlässige Energiequelle, die unabhängig von Sonne oder Wind funktioniert.
Wer tiefer bohrt, stösst auf noch höhere Temperaturen, die sich effizient für die Beheizung ganzer Gebäude oder sogar für industrielle Prozesse einsetzen lassen. Oberflächennahe Systeme wie Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren machen diese Wärme direkt nutzbar, vom Heizkeller eines Einfamilienhauses bis zur Klimatisierung eines Bürogebäudes.
Dabei unterscheidet man zwischen indirekter und direkter Nutzung: Indirekt liefert eine Wärmepumpe die Energie aus Erde oder Grundwasser ins Gebäude. Direkt wird die Wärme aus heissen Quellen oder Gestein ohne Hilfssysteme genutzt, ab hohen Temperaturen sogar zur Stromproduktion. Wer noch tiefer in die Technik, die Potenziale und die Praxisbeispiele in der Schweiz eintauchen möchte, bekommt in der Podcastfolge zu Geothermie von EnergieSchweiz spannende Einblicke und Einschätzungen von Expert:innen.
Zentrale Fakten zur Geothermie in der Schweiz
- Ganzjährig verfügbar und lokal nutzbar, unabhängig von Wetter oder Tageszeit.
- CO₂-neutral und damit nachhaltig.
- Bereits heute in Wärmepumpen, Grundwasseranlagen oder Fernwärmenetzen im Einsatz.
Mythos und Fakt: Geothermie unter der Lupe
Obwohl Geothermie zu einer nachhaltigen und effizienten Wärmeenergie gehört, begegnen ihr viele mit Unsicherheiten. Ein verbreiteter Mythos ist, dass Bohrungen Erdbeben verursachen. Tatsächlich sind oberflächennahe Systeme wie Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren unbedenklich. Bei tiefen Bohrungen werden mögliche Erschütterungen streng überwacht und sind meist sehr gering.
Auch der Gedanke, Geothermie lohne sich nur für grosse Projekte, stimmt nicht. Sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrfamilienhäuser oder Bürogebäude können von der Wärme aus dem Boden profitieren.
Und anders als Solar- oder Windenergie ist Geothermie wetterunabhängig. Die Wärme steht das ganze Jahr über konstant zur Verfügung. Mit ihrem Potenzial könnte Geothermie langfristig rund ein Viertel des Schweizer Wärmebedarfs decken und so einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten.
Potenzial und Herausforderungen in der Schweiz
Die Schweiz verfügt über ein grosses Potenzial für Geothermie. Oberflächennahe Systeme decken bereits heute Teile des Wärmebedarfs, tiefe Geothermie könnte langfristig rund 25 % der Heizenergie bereitstellen. 2023 produzierten geothermische Anlagen etwa 4,5 Terawattstunden Wärme. Das entspricht rund 5 % des gesamten Heizbedarfs.
Herausforderungen bestehen vor allem bei tiefen Bohrungen: Um die Wärme effizient zu erschliessen, müssen geologische Schichten genau erforscht werden. In seltenen Fällen können geringe Erschütterungen auftreten, weshalb seismische Modellierungen und kontinuierliche Überwachung essenziell sind. Trotz hoher Investitionskosten überzeugen Geothermie-Anlagen langfristig durch niedrige Betriebskosten, CO₂-Einsparungen und eine stabile, lokale Energieversorgung.
In der Podcast-Folge über tiefengeothermische Projekte erläutern Expert:innen, wie tiefe Bohrungen funktionieren, welche Temperaturen genutzt werden und wie Risiken wie geringe Erschütterungen minimiert werden.
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft
Geothermie ist nicht nur nachhaltig und CO₂-neutral, sie ist auch wirtschaftlich. Trotz höherer Anfangsinvestitionen sind die Betriebskosten niedrig, die Versorgung zuverlässig und die Energie lokal verfügbar. Mit der Nutzung von Erdwärme leisten Eigentümer:innen und Unternehmen einen direkten Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung in der Schweiz.
Wer auf Wärmepumpen, Grundwasseranlagen oder GeoCooling setzt, trägt aktiv zu einer klimafreundlichen Energieversorgung bei. Auch das Engagement vor Ort – etwa beim Austausch über lokale Wärmenetze oder die Mitgestaltung von Projekten – stärkt die Rolle von Geothermie in der Schweiz. So profitieren alle von leiser, nachhaltiger Wärme, die langfristig verfügbar ist.
Mehr dazu im Podcast
Erdwärme, auch Geothermie genannt, nutzt die im Erdinneren gespeicherte Wärme für Heizung, Warmwasser oder Stromproduktion. Schon wenige Meter unter der Oberfläche bleibt die Bodentemperatur konstant und bildet so eine zuverlässige Energiequelle, die unabhängig von Sonne oder Wind funktioniert.
Wer tiefer bohrt, stösst auf noch höhere Temperaturen, die sich effizient für die Beheizung ganzer Gebäude oder sogar für industrielle Prozesse einsetzen lassen. Oberflächennahe Systeme wie Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren machen diese Wärme direkt nutzbar, vom Heizkeller eines Einfamilienhauses bis zur Klimatisierung eines Bürogebäudes.
Dabei unterscheidet man zwischen indirekter und direkter Nutzung: Indirekt liefert eine Wärmepumpe die Energie aus Erde oder Grundwasser ins Gebäude. Direkt wird die Wärme aus heissen Quellen oder Gestein ohne Hilfssysteme genutzt, ab hohen Temperaturen sogar zur Stromproduktion. Wer noch tiefer in die Technik, die Potenziale und die Praxisbeispiele in der Schweiz eintauchen möchte, bekommt in der Podcastfolge zu Geothermie von EnergieSchweiz spannende Einblicke und Einschätzungen von Expert:innen.
Zentrale Fakten zur Geothermie in der Schweiz
- Ganzjährig verfügbar und lokal nutzbar, unabhängig von Wetter oder Tageszeit.
- CO₂-neutral und damit nachhaltig.
- Bereits heute in Wärmepumpen, Grundwasseranlagen oder Fernwärmenetzen im Einsatz.
Mythos und Fakt: Geothermie unter der Lupe
Obwohl Geothermie zu einer nachhaltigen und effizienten Wärmeenergie gehört, begegnen ihr viele mit Unsicherheiten. Ein verbreiteter Mythos ist, dass Bohrungen Erdbeben verursachen. Tatsächlich sind oberflächennahe Systeme wie Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren unbedenklich. Bei tiefen Bohrungen werden mögliche Erschütterungen streng überwacht und sind meist sehr gering.
Auch der Gedanke, Geothermie lohne sich nur für grosse Projekte, stimmt nicht. Sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrfamilienhäuser oder Bürogebäude können von der Wärme aus dem Boden profitieren.
Und anders als Solar- oder Windenergie ist Geothermie wetterunabhängig. Die Wärme steht das ganze Jahr über konstant zur Verfügung. Mit ihrem Potenzial könnte Geothermie langfristig rund ein Viertel des Schweizer Wärmebedarfs decken und so einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten.
Potenzial und Herausforderungen in der Schweiz
Die Schweiz verfügt über ein grosses Potenzial für Geothermie. Oberflächennahe Systeme decken bereits heute Teile des Wärmebedarfs, tiefe Geothermie könnte langfristig rund 25 % der Heizenergie bereitstellen. 2023 produzierten geothermische Anlagen etwa 4,5 Terawattstunden Wärme. Das entspricht rund 5 % des gesamten Heizbedarfs.
Herausforderungen bestehen vor allem bei tiefen Bohrungen: Um die Wärme effizient zu erschliessen, müssen geologische Schichten genau erforscht werden. In seltenen Fällen können geringe Erschütterungen auftreten, weshalb seismische Modellierungen und kontinuierliche Überwachung essenziell sind. Trotz hoher Investitionskosten überzeugen Geothermie-Anlagen langfristig durch niedrige Betriebskosten, CO₂-Einsparungen und eine stabile, lokale Energieversorgung.
In der Podcast-Folge über tiefengeothermische Projekte erläutern Expert:innen, wie tiefe Bohrungen funktionieren, welche Temperaturen genutzt werden und wie Risiken wie geringe Erschütterungen minimiert werden.
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft
Geothermie ist nicht nur nachhaltig und CO₂-neutral, sie ist auch wirtschaftlich. Trotz höherer Anfangsinvestitionen sind die Betriebskosten niedrig, die Versorgung zuverlässig und die Energie lokal verfügbar. Mit der Nutzung von Erdwärme leisten Eigentümer:innen und Unternehmen einen direkten Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung in der Schweiz.
Wer auf Wärmepumpen, Grundwasseranlagen oder GeoCooling setzt, trägt aktiv zu einer klimafreundlichen Energieversorgung bei. Auch das Engagement vor Ort – etwa beim Austausch über lokale Wärmenetze oder die Mitgestaltung von Projekten – stärkt die Rolle von Geothermie in der Schweiz. So profitieren alle von leiser, nachhaltiger Wärme, die langfristig verfügbar ist.
Mehr dazu im Podcast